Forderung: Bewährtes in Sekundarschulen übernehmen

Forderung: Bewährtes in Sekundarschulen übernehmen

Frau Meyerhoff, Leiterin der Realschule Radevormwald, wünscht, dass in der Sekundarschule Bewährtes aus der Realschule übernommen wird. Lesen Sie dazu den Artikel aus der Bergischen Morgenpost vom 19.10.2013:

 

Realschule – Sekundarschulvotum erst 2014

 

Radevormwald (RP). Die Schulkonferenz der Realschule hat am Donnerstag einstimmig beschlossen, dass das Votum von Juni bestehen bleibt. Damals hatte die Schulkonferenz, der Lehrer, Eltern und Schüler angehören, entschieden, dass man keinen Beschluss fassen könne, der das Auslaufen und Schließen der Realschule ab dem Schuljahr 2014/2015 vorsieht.

"Wir haben vereinbart, dass wir das Anmeldeverfahren abwarten", sagte Schulleiterin Regina Meyerhoff. Das sei kein Votum gegen die Sekundarschule. Der Entscheidung war ein gleichlautender, einstimmiger Beschluss der Schulpflegschaft vorausgegangen.

Regina Meyerhoff begründete die Entscheidung damit, dass die Schule für den Fall bereitstehen möchte, wenn eine nicht ausreichende Anzahl an Schülern an der Sekundarschule angemeldet wird und die neue Schule nicht starten kann. Sollte sich eine ausreichende Anzahl an Eltern für die beschlossene, teilintegrierte Variante entscheiden, würde die Realschulkonferenz die spätere Auflösung beschließen. "Sollten die Eltern die jetzt gewählte Form der neuen Schule wollen, verschließen wir uns nicht, sollten sie das aber nicht tun, stehen wir noch in der zweiten Reihe", sagte Meyerhoff, die sich im Einklang mit dem Schulpflegschaftsvorsitzenden Frank Haurand befindet. Dann könne man neu verhandeln und sich vielleicht für die Kooperative Variante einer Sekundarschule entscheiden. Nötig sind im Februar 75 Anmeldungen zur Klasse fünf für die Sekundarschule – wenn die Bezirksregierung die neue Sekundarschule genehmigt. Davon wird ausgegangen, weil die Stadt alle Voraussetzungen erfüllt. Alle Unterlagen (auch mit dem Votum der Realschule) sollen im November der Bezirksregierung zugesandt werden.

Meyerhoff und Haurand sagten, dass die Realschule die Variante der Kooperativen Sekundarschule bevorzuge. "Diese Schule würde mehrere Komponenten übernehmen, die sich in der Realschule gut bewährt haben", sagte Meyerhoff. "Warum sollte Bewährtes nicht übernommen werden?", fragen beide. Meyerhoff sagt, dass sie sich im ersten Schritt für eine Sekundarschule ausgesprochen habe. Meyerhoff betont, dass sie sich bei der inhaltlichen Ausgestaltung der neuen Schule für die kooperative Alternative eingesetzt habe, es aber nur zwei Stimmen der Realschule dafür gab. Haurand bemängelt, dass in dem Arbeitskreis kein Elternvertreter zugelassen war. Für die teilintegrierte Variante hatten im Arbeitskreis Vertreter von Hauptschule, Gymnasium, Berufskolleg, Grundschulen und Bürgermeister votiert, anschließend die große Mehrheit des Stadtrates.

Haurand meint, dass die Kooperative Variante besser auf die Oberstufe vorbereitet. Eltern können sich im Internet unter www.infoportal-sekundarschule.de informieren.

Quelle: RP-online vom 19.10.2013