Was ist an der Sekundarschule Radevormwald nicht optimal?

Das Konzept der geplanten Radevormwalder Sekundarschule

 

Quelle: Homepage der Stadt Radevormwald

Die schlimmsten 3 pädagogischen Katastrophen:

1. Selbstgesteuertes Lernen - Segeln
Hier schlägt die Ideologie von Freiarbeit und selbstgesteuertem Lernen zu. Große Teile der Stundentafel werden in eine Organisationsform von Unterricht gepresst, ohne dass Inhalte eine Rolle spielen. Warum diese ideologische Gestaltung von Schule kontrapro-duktiv ist, können Sie weiter unten in der neuen Studie des „vielleicht einflussreichsten Bildungsforschers der Welt“ nachlesen. Achten Sie in der Grafik auf die Nummern 132-133, sie entsprechen dem „Segeln“.

2. Kaum Differenzierung in den Hauptfächern
In den Klassen 5 und 6 wird überhaupt nicht äußerlich differenziert, schwache und starke Schüler lernen gemeinsam. Hier soll der einzelne Lehrer allen gleichzeitig gerecht werden. Das das nicht vernünftig funktioniert, sagen nahezu alle Bildungsstudien. Die einen Schüler sind gelangweilt, die anderen überfordert.

Erst in der Klasse 7 wird dann in den Fächern Mathematik und Englisch in Grund- und Erweiterungskurse differenziert (rote Buchstaben).  Unsere Muttersprache Deutsch soll dann gar erst ab Klasse 8 differenziert unterrichtet werden - eine pädagogische Katastrophe! 

3. Ganztag - Verpflichtung statt Angebot.
Sie werden keine Wahl mehr haben: sie müssen Ihre Kinder nachmittags in der Schule lassen. Der gebundene Ganztag ist kein Angebot wie der offene Ganztag, sondern er ist verpflichtend, weil auch nachmittags regulärer Unterricht stattfindet. Mit den einstigen Bildungsidealen von Erziehung zu Mündigkeit und Eigenverantwortlichkeit ist es vorbei. Auch das Vereinsleben in Radevormwald und Wermelskirchen wird wohl um einiges ärmer werden. 

 

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Forderung: Bewährtes in Sekundarschulen übernehmen

Forderung: Bewährtes in Sekundarschulen übernehmen

Frau Meyerhoff, Leiterin der Realschule Radevormwald, wünscht, dass in der Sekundarschule Bewährtes aus der Realschule übernommen wird. Lesen Sie dazu den Artikel aus der Bergischen Morgenpost vom 19.10.2013:

 

Realschule – Sekundarschulvotum erst 2014

 

Radevormwald (RP). Die Schulkonferenz der Realschule hat am Donnerstag einstimmig beschlossen, dass das Votum von Juni bestehen bleibt. Damals hatte die Schulkonferenz, der Lehrer, Eltern und Schüler angehören, entschieden, dass man keinen Beschluss fassen könne, der das Auslaufen und Schließen der Realschule ab dem Schuljahr 2014/2015 vorsieht.

"Wir haben vereinbart, dass wir das Anmeldeverfahren abwarten", sagte Schulleiterin Regina Meyerhoff. Das sei kein Votum gegen die Sekundarschule. Der Entscheidung war ein gleichlautender, einstimmiger Beschluss der Schulpflegschaft vorausgegangen.

Regina Meyerhoff begründete die Entscheidung damit, dass die Schule für den Fall bereitstehen möchte, wenn eine nicht ausreichende Anzahl an Schülern an der Sekundarschule angemeldet wird und die neue Schule nicht starten kann. Sollte sich eine ausreichende Anzahl an Eltern für die beschlossene, teilintegrierte Variante entscheiden, würde die Realschulkonferenz die spätere Auflösung beschließen. "Sollten die Eltern die jetzt gewählte Form der neuen Schule wollen, verschließen wir uns nicht, sollten sie das aber nicht tun, stehen wir noch in der zweiten Reihe", sagte Meyerhoff, die sich im Einklang mit dem Schulpflegschaftsvorsitzenden Frank Haurand befindet. Dann könne man neu verhandeln und sich vielleicht für die Kooperative Variante einer Sekundarschule entscheiden. Nötig sind im Februar 75 Anmeldungen zur Klasse fünf für die Sekundarschule – wenn die Bezirksregierung die neue Sekundarschule genehmigt. Davon wird ausgegangen, weil die Stadt alle Voraussetzungen erfüllt. Alle Unterlagen (auch mit dem Votum der Realschule) sollen im November der Bezirksregierung zugesandt werden.

Meyerhoff und Haurand sagten, dass die Realschule die Variante der Kooperativen Sekundarschule bevorzuge. "Diese Schule würde mehrere Komponenten übernehmen, die sich in der Realschule gut bewährt haben", sagte Meyerhoff. "Warum sollte Bewährtes nicht übernommen werden?", fragen beide. Meyerhoff sagt, dass sie sich im ersten Schritt für eine Sekundarschule ausgesprochen habe. Meyerhoff betont, dass sie sich bei der inhaltlichen Ausgestaltung der neuen Schule für die kooperative Alternative eingesetzt habe, es aber nur zwei Stimmen der Realschule dafür gab. Haurand bemängelt, dass in dem Arbeitskreis kein Elternvertreter zugelassen war. Für die teilintegrierte Variante hatten im Arbeitskreis Vertreter von Hauptschule, Gymnasium, Berufskolleg, Grundschulen und Bürgermeister votiert, anschließend die große Mehrheit des Stadtrates.

Haurand meint, dass die Kooperative Variante besser auf die Oberstufe vorbereitet. Eltern können sich im Internet unter www.infoportal-sekundarschule.de informieren.

Quelle: RP-online vom 19.10.2013

 

Radevormwald will erneut Sekundarschule einrichten

Der Rat der Stadt Radevormwald möchte erneut eine Sekundarschule in Radevormwald einrichten.

Nach dem Scheitern des letzten Versuches soll nun ein zweiter Versuch unternommen werden, eine Sekundarschule in Radevormwald auf Kosten von Realschule und (auslaufender) Hauptschule einzurichten.

Beim letzten Versuch hatten von über 180 möglichen Anmeldungen sich nicht einmal 70 Eltern für eine Sekundarschule entschieden.

 

Was hat man aus diesem klaren Elternwillen gelernt?

Wohl nichts! Es soll das gleiche, unpopuläre Modell einer Sekundarschule erneut zur Anwendung kommen.

Dabei hätte ein Blick über den Gartenzaun ausgereicht. In Hückeswagen hatte das Modell ihrer Sekundarschule einen Zulauf von nahezu 50%. Schade, hier wurde eine Chance verpasst.