Allgemeine Infos

Grundzüge der Sekundarschule
Die neue Sekundarschule umfasst die Jahrgänge fünf bis zehn und ist mindestens dreizügig.

Arten von Sekundarschulen
Alle reden von DER Sekundarschule. Das ist falsch, da es in Wirklichkeit mind. drei „Arten“ von Sekundarschulen gibt:

  • die integrierte Form
  • die teilintegrierte Form
  • die kooperative Form

In allen drei Arten von Sekundarschule lernen die Schülerinnen und Schüler mindestens in den Klassen 5 und 6 gemeinsam.

Ab der 7. Klasse kann der Unterricht auf der Grundlage eines Beschlusses des Schulträgers (also der Stadt) integriert, teilintegriert oder kooperativ erfolgen.

In der integrierten und teilintegrierten Form gehen die Schülerinnen und Schüler ohne Versetzung in die Klassen 6 bis 9 über. Das normale Sitzenbleiben ist in diesem Zeitraum bei diesen beiden Formen abgeschafft.Bei der integrierten Form wird versucht, möglichst alle Schülerinnen und Schüler möglichst lange gemeinsam zu unterrichten.

Bei der teilintegrierten Form wird in einigen wenigen Fächern ab Klasse 7 zwischen leistungsstärkeren und leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern unterschieden. Die meisten Fächer werden auch hier bis Klasse 10 gemeinsam unterrichtet.

In der kooperativen Form wird versucht, die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit aufzuteilen und sie gezielt in einer „möglichst“ gleichstarken Lerngruppe zu fördern. Hier wird in möglichst allen Fächern dann zwischen einer Grundebene (G-Kurs) und einer Erweiterungsebene (E-Kurs) unterschieden.
In der kooperativen Form erfolgen Versetzungen ab Klasse 7 analog den Regelungen der Hauptschule, der Realschule und des Gymnasiums.

Errichtungsgröße / Klassengröße
Die Sekundarschule ist mindestens dreizügig. Die Errichtungsgröße beträgt 25 Schülerinnen und Schüler pro Klasse. Für die Klassenbildung gilt eine Bandbreite von 20 bis 30 Schülerinnen und Schülern pro Klasse.
Kommen weniger als 75 Anmeldungen zustande, wird keine Sekundarschule gestartet.
Kommt es z. B. zu 87 Anmeldungen, werden 3 Klassen mit je 29 Schülerinnen und Schülern aufgemacht.

Ganztag
Sekundarschulen sind in der Regel Ganztagsschulen. Alle Schülerinnen und Schüler MÜSSEN nachmittags in der Sekundarschule bleiben. Der Elternwille - wenn ihre Kinder lieber in Vereine, die Musikschule, etc. gehen würden - wird nicht berücksichtigt.

Abschlüsse
In der Sekundarschule können – genau wie an Realschulen und Gymnasien - alle Abschlüsse der Sekundarstufe I erworben werden:

  • der Hauptschulabschluss (nach Klasse 9 bzw. 10)
  • der mittlere Schulabschluss (Fachoberschulreife – auch mit der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe).

Nachteile aus wissenschaftlicher Sicht

Nicht nur in NRW versuchen bestimmte politische Kräfte und ahnungslose Bürgermeister, die eher auf ihre Finanzen denn auf das Wohl der Kinder ihrer Stadt schauen, bewährte Schulen wie die Haupt- und die Realschule ohne Not durch eine billigere Variante zu ersetzen. In Baden Württemberg nennt sich der Ersatz für Haupt- und Realschule jetzt „Gemeinschaftsschule“. Der Name ist anders, konzeptionell und pädagogisch entspricht die Gemeinschaftsschule aber der (teil-)integrierten Variante der Sekundarschule - also auch den geplanten Sekundarschulen in Radevormwald und Hückeswagen. Deshalb ist das, was Professor Heller zur Gemeinschaftsschule an wissenschaftlichen Erkenntnissen präsentiert, auch für die Sekundarschule gültig. Der folgende Artikel ist im Original wiedergegeben, die Quelle ist angegeben, lediglich die Hervorhebungen sind von uns.

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